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Fotoapp Eyyem

EyeEm – Die Liebe zur Handy-Fotografie

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EyeEm ist eine Fotosharing und -Filter-App für Android und iPhone. Sie gilt bei vielen als Instagram-Alternative, ja sogar als deren Ablösung. Update 2015: Mit dem EyeEm Market sorgt die Fotoapp nun für den Verkauf der Fotos aus der Community.

Das junge Start-Up aus Berlin ging aus der Idee hervor, eine Foto Community für Fotografen zu schaffen. In einem Interview auf Netzpiloten.de berichtet der Gründer der Smartphone – App Florian Meissner wie er nach dem Diebstahl seiner Kameraausrüstung in New York plötzlich auf ein iPhone zum fotografieren angewiesen war und zum Fan von Handy-Fotografie und dem Austausch von Fotos wurde.

EyeEm – Foto Community mit Visionen

„Unsere Vision ist nun eine Technologie zu entwickeln, die Bilder sowohl teilbar wie auch auffindbar zu machen.“

EyeEm Screenshot

Der Startbildschrim der Fotoapp EyeEm

Und genau dies schafft Startup EyeEm und macht damit – für mich – den Unterschied zu anderen ähnlichen Fotoapps aus. Aber fangen wir von vorne an:

Nach der Anmeldung mit Email-Adresse oder über Facebook hat man auf dem Startbildschirm der App schon mal seinen Standort, ein Textsuchfeld für die Fotosuche und ein paar Alben mit Fotos zu verschiedenen Themen. EyeEm stellt hier zum Beispiel Fotos aus der näheren Umgebung vor oder zeigt populäre Bilder. Später werden hier dann auch Alben aufgeführt, in die man selbst Bilder hochgeladen hat, bzw. Begriffe mit denen eigene Fotos getaggt wurden. So lernt EyeEm welche Fotos man mag und zeigt diese.

Das eigene Foto zu EyeEm hochladen

Filter ausswählen

18 Filter stehen bei EyeEm.com zur Verfügung

Mit einem Klick auf das Kamerasymbol unten kommen wir zum eigenen EyeEm-Foto.

  • Man knipst ein Photo oder wählt ein bereits vorher geschossenes Bild aus der Galerie aus.
  • 18 Filter stehen durch Wischen auf dem Display zur Verfügung,
  • 13 verschiedene Rahmen können ausgewählt werden.
  • Editing: Das Helligkeitssymbol in der linken oberen Ecke erhellt und schärft das Bild automatisch.
  • Zuschneiden: Mit Klick auf die Schere in der oberen rechten Ecke kann das Foto zugeschnitten werden. Dazu mit zwei Fingern zoomen und durch Schieben des Fotos den Bildausschnitt wählen.
loacation tagging mit EyeEm

EyeEm schlägt Orte in der Umgebung zum Taggen vor

Nun kommt man zum Taggen des Fotos. Damit wird das Foto beschrieben und eingeordnet. Dies geschieht in zwei Schritten: Ort und Thema. Orte in der Umgebung werden vorgeschlagen. Man kann auch direkt danach suchen oder einen neuen Ort hinzufügen.
Im nächsten Fenster kann man nun sein Werk beschreiben und zu bis zu vier Alben hinzufügen. Auch hier werden Vorschläge gemacht oder zuletzt benutzte Schlagworte vorgestellt. So steht dann zum Beispiel das Foto vom Strand in den Alben „Weststrand“, „Enjoying the Sun“, „Schwimmen“ und „Nordsee“.

Gleichzeitig mit der Veröffentlichung bei EyeEm kann man das Foto auch in seinen sozialen Netzwerken teilen. Hier stehen Facebook, Twitter, Tumblr, Flickr und Foursquare zur Verfügung, bei letzterem natürlich mit Check-in im angegebenen Ort. Sehr gefallen hat mir auch, dass man bei Facebook und Foursquare auch auf den vorher angegebenen Seiten Posten kann.

Discover – Fotos entdecken mit EyeEm

Discover

EyeEm zeigt Fotos, die am selben Ort oder zum selben Thema entstanden sind

Nach dem Hochladen zeigt EyeEm gleich die Alben an, in die das Foto geladen wurde, so kann man zum Beispiel sehen, was andere am Weststrand fotografiert haben oder welche Fotos an anderen Orten zum Thema Schwimmen geknipst wurden. Alben können zum späteren schnellen Auffinden favorisiert werden und man kann befreundete Nutzer einladen, Fotos zu einem Album hinzuzufügen.

Einzelne Fotos können geliked, kommentiert oder auf Facebook oder Twitter geteilt werden. Smartphone Fotografen mit interessanten Fotos kann man einfach folgen, genauso wie natürlich seinen Facebook-oder Twitterfreunden, die bereits bei EyeEm sind. So entsteht dann ein Kreis von Leuten, die zum Beispiel die gleichen fotografischen Themen und Motive haben oder die aus der Umgebung kommen.

Missionen – kleine Fotowettbewerbe

Mit Missionen werden Nutzer animiert ihren Fokus auf ein bestimmtes Thema zu legen

Missionen

Eine weitere interessante Sache sind die Missionen. EyeEm ruft regelmäßig dazu auf, Fotos zu einem bestimmten Thema zu machen. Tagged man sein Foto dann mit diesem Thema, nimmt es automatisch am Wettbewerb teil. Die besten Fotos werden zum Beispiel im EyeEm-Blog vorgestellt, nehmen an Ausstellungen teil oder gewinnen auch schonmal einen Preis.

EyeEm – Die Liebe zur Fotografie

An der App für iOs und Android gefällt mir besonders die einfache und intuitive Benutzung der App und die Qualität der Fotos. Man merkt der App die Liebe seiner Macher und der Community zur Fotografie an, zu sehen zum Beispiel in den folgenden Collections.
Im EyeEm-Blog bekommt man immer mal wieder Tipps zum Fotografieren, gute Fotos aus der Community werden vorgestellt und die Missionen laden dazu ein, auch mal andere Motive einzufangen. Die auf der Startseite der App vorgestellten Alben treffen oft den Geschmack der User, sind sie doch ein Spiegel der eigenen Fotos und Ergebnis der eigenen Fotoauswahl.

Das Taggen der Fotos mit Ort und Thema macht wohl den entscheidenden Unterschied zu anderen Apps aus. Nutzer finden dadurch leichter für sie interessante Fotos. Ist man zum Beispiel auf Reisen unterwegs, kann man sich schnell Fotos anzeigen lassen, die am selben Ort aufgenommen wurden.
Aus der leichten Auffindbarkeit von Fotos will das deutsche Start-Up auch sein Kapital schlagen: wie aus Berichten zu vernehmen war, sehen die Macher den Weg zur Monetarisiering ihrer App durch den Verkauf der Fotos, also als Anbieter von Stock-Fotos. Sie betonen dabei aber, dass die Rechte der Fotos weiterhin beim Urheber bleiben, dieser also dann auch mitverdienen könne. Ein klares Statement zum Urheberrecht, für das die aus dem Bereich der kommerziellen Fotografie kommenden Macher der App bereits das Vertrauen vieler User genießen, nicht zuletzt von durch AGB-Änderungen verunsicherten Instagram-Nutzern, die vielfach zu EyeEm wechselten.

Update: EyeEm Market

Inzwischen hat das Berliner Start Up seine Verkaufsplattform EyeEm Market gestartet. Im Profil können Nutzer der Fotografie Community einzelne Bilder zum Verkauf auswählen. Die Urheberrechte bleiben aber beim Fotografen der Bilder. Als Partner für seinen Marktplatz konnte die iOs App den Stockfotoanbieter Getty Images gewinnen und teilt die Gewinne mit dem jeweiligen Nutzer ihrer Foto Community.
Eigene Erfahrungen mit dem EyeEm Marktplatz konnte ich bislang noch nicht sammeln. Einen Artikel zum Thema EyeEm Marketplace hat die t3n veröffentlicht: Getty Kollektion und eigener Marktplatz: Foto-App EyeEm mausert sich zur Vertriebsplattform. Darüber hinaus würde ich mich natürlich in den Kommentaren über Eure Erfahrung mit dem Verkauf eurer Smartphone Fotos freuen.

 

Why we love photography from EyeEm on Vimeo.

Pinterest, EyeEm und Instagram im Vergleich

Welche Smartphone Fotoapp ist die Richtige für Dich? In einem gesonderten Artikel habe ich die Vorteile der verschiedenen Apps gelistet.

Fotos: EyeEm.com

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